Biochemische Eigenschaften einiger wichtiger Lektine

(Zusammenstellung nach J.C. BROWN und R.C. HUNT, 1978)

Herkunft (Pflanzenart)
Lektin (Bezeichnung)
Molekulargewicht
Anzahl der U. E.
Glykoprotein
Spezifität
Arachis hypogaea (Erdnuß)
Peanut Agglutin (PNA)
110 000
4
-
beta-D-Galactose
Canavalia ensiformis (Schwertbohne)
Convanavalin A (Con A)
102 000
4
-
alpha-D-Glucose alpha-D-Mannose
Dolichus biflorus
Dolichus biflorus- Agglutinin (DBA)
111 000
2 + 2
+
N-Acetyl-alpha -D-Galactosamin
Glycine max (Sojabohne)
Sojabohnen- Agglutinin (SBA)
110 000
4
+
N-Acetyl-alpha -D-Galactosamin beta-D-Galactose
Lens culinaris (Linse)
Lens culinaris- Agglutinin
48 000
2
+
alpha-D-Glucose alpha-D-Mannose
Phaseolus vulgaris (Gartenbohne)
Phaseolus - Agglutinin I (PHA - i)
118 000
4
+
N-Acetyl-alpha -D-Galactosamin
Pisum sativum (Erbse)
Pealectin-I (PSA)
49 000
2 + 2
+
alpha-D-Glucose alpha-D-Mannose
Ricinus communis (Ricinus)
(RCA 120) (RCA 60) Ricinus communis- Agglutinin
120 000
60 000
2 + 2
1 + 1
+ +
beta-D-Galactose, N-Acetyl-alpha- D-Galactosamin
Triticum vulgare (Weizen)
Wheat germ Agglutinin (WGA)
34 000
2
 
(N-Acetyl-beta-(1,4)- D-Glucosamin)>2, Chitin, Chitotriose
Ulex europaeus (Stechginster)
Ulex europaeus- Agglutinin (UEA)
170 000
   
alpha-L-Fucose

Komplexe Proteine sind Lektine oder Glykoproteine, die spezifische Kohlenhydratstrukturen binden. Sie sind daher in der Lage sich spezifisch an Zellen bzw. Zellmembranen zu binden und von dort aus biochemische Reaktionen auszulösen. Sie haben jedoch keine enzymatische Aktivität. Lektine sind ubiquitär, man findet sie bei Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.

Verschiedene Stoffwechselvorgänge können Lektine wie Zellteilung, die ribosomale Proteinbiosynthese, die Agglutination von Zellen (daher die alte Bezeichnung „Hämagglutinine“; Lektin kommt von lat. legere „lesen“, „auswählen“) oder das Immunsystem, beeinflussen.

Lektine sind komplexe Proteine oder Glykoproteine, die spezifische Kohlenhydratstrukturen binden und dadurch in der Lage sind, sich spezifisch an Zellen bzw. Zellmembranen zu binden und von dort aus biochemische Reaktionen auszulösen. Sie haben jedoch keine enzymatische Aktivität. Lektine sind ubiquitär, man findet sie bei Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen.

Lektine können verschiedene Stoffwechselvorgänge wie die Zellteilung, die ribosomale Proteinbiosynthese, die Agglutination von Zellen (daher die alte Bezeichnung „Hämagglutinine“; Lektin kommt von lat. legere „lesen“, „auswählen“) oder das Immunsystem beeinflussen.

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